Energie und Klima
Ausgangslage
Südafrika sieht sich großen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Ein wichtiger Bereich der künftigen Entwicklung des Landes ist das Thema Energie und Klima.
Kohleabhängige Wirtschaft. Im internationalen Klimadialog ist Südafrika ein wichtiger Partner. Das Land ist bereit, in den internationalen Klimadiskussionen Verantwortung für eigene Reduktionsziele bei der kohlebasierten Energieversorgung zu übernehmen. Durch den vorhandenen Reichtum an Kohle ergeben sich die Risiken ineffizienter Stromnutzung und starker Umweltverschmutzung. Zudem ist durch jahrelang vernachlässigte Modernisierungsinvestitionen die Sicherheit der Stromversorgung in Gefahr.
Hohe CO2-Emissionen. Die Kohleverbrennung verursacht einen für Schwellenländer sehr hohen CO2-Ausstoß von 8,7t CO2 pro Jahr pro Einwohner. Sie liegt damit fast so hoch wie Deutschland (9,6t) und deutlich über anderen Schwellenländern wie Brasilien (1,8t), Türkei (3,6t) oder Mexiko (4,1t). Jedoch locken niedrige Stromtarife und geringe Auflagen bei den Emissionswerten die Schwerindustrie an. Schwerindustrie und Bergbau verbrauchen über 50% des Stroms.
Entwicklungszusammenarbeit
Energie und Klima sind seit 2008 Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Südafrika: Der Einsatz erneuerbarer Energien und die effiziente Nutzung der Energie, zum Beispiel in der Industrie oder im Transportbereich, werden gefördert.
Beratung und Ausbildung. Beratung und Zusammenarbeit für die Verbesserung der institutionellen Rahmenbedingungen sind integrale Bestandteile der Zusammenarbeit. Dazu gehören diverse Aspekte des Klimazertifikatehandels, die Anpassung an den Klimawandel und auch die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in diesem Bereich.