Regierungsführung und öffentliche Verwaltung

Ausgangslage

Die Bereitstellung öffentlicher sozialer Dienstleistungen liegt hinter den hochgesteckten Zielen der Regierung und den Erwartungen der Bevölkerung teilweise noch sehr weit zurück. Die Gründe sind vielfältig: Der südafrikanische öffentliche Dienst befindet sich nach der Apartheid seit 1994 noch in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Der Verwaltungsaufbau muss der neuen Gliederung des Staatsgebietes in 9 Provinzen und 283 Gemeinden angepasst werden (z.B. Auflösung ehemals schwarzer Homelands, siehe Karte). Das Verwaltungspersonal muss den Umgang mit neuen Verantwortlichkeiten und Anforderungen sowie eine auf Bürgerbeteiligung aufbauende Demokratie erst „einüben“. Kapazitätsmängel, Ineffizienz und Korruption erschweren die Führung und Verwaltung Südafrikas.

Perspektivlosigkeit. Darüber hinaus sind die Folgen des Apartheidregimes noch deutlich spürbar: gestörte Familienstrukturen, schlechte Lebensbedingungen in den Townships und Perspektivlosigkeit (ca. 40% der Jugendlichen in den Townships sind arbeitslos) sind wesentliche Faktoren, die zu hoher Kriminalität beitragen.

Die Stärkung und Förderung „Guter Regierungsführung“ ist daher eine wesentliche Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, die Bekämpfung der Armut und sozialen Ausgleich in Südafrika.


Entwicklungszusammenarbeit

Die zentralen Themen der Entwicklungszusammenarbeit im Schwerpunkt Regierungsführung und Verwaltung sind:

  • Gute Regierungsführung (Reform öffentlicher Verwaltung, Korruptionsbekämpfung und Justiz)
  • Dezentralisierung und Kommunalförderung
  • Gewalt- und Kriminalitätsprävention
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